Updates from the cloud...

June 21

twitter 1:06am just came home from a nice graduation party. reminds me of the not always good old days. makes me appreciate the here and now.



Jun 22 2009

Schreiblust.

Hallo Welt! Es ist der 22 Juni, 12:44AM und ich wollte seit 2 Stunden schom im Bett liegen aber irgendwie kann ich nicht. Und nun wollte ich eigentlich den Computer ausmachen und bin aber ueber meinen Blog gestolpert. Ja, den gibt’s ja auch noch…

Also werde ich nun diese tolle Moeglichkeit nutzen um euch ein paar Neuigkeiten zu verkuenden..

Ich habe noch eine Woche Arbeit, dann bekomme auch ich endlich Besuch aus der Heimat, mein Bruder Frank wird die ihn bisher groesste Reise seines Lebens antreten und ich bin sehr froh, dass er sie zu mir antritt, denn Urlaub habe sehr, sehr noetig. In der Planung bin ich auch schon ein bisschen, ich moechte aber Vieles spontan machen. Aber hier ist, was ich mir so ueberlegt habe: New York ist ja nicht weit weg, deswegen werden wir wohl mal so alles abklappern, was es da zu sehen gibt. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich nun schon den 4 Monat hier lebe und die einzige Sehenwuerdigkeit, die ich wirklich besucht habe, war die Brooklyn Bridge. Das ist eine sehr magere Ausbeute, allerdings ist der Tatendrang nach 8-9 Stunden Arbeit taeglich auch eher begrenzt und am Wochenende gehe ich lieber Golfen..

Ausserdem will ich Frank noch zum Baseball schleppen, einen Sport, den ich mittlerweile nicht nur (schon fast) verstanden habe, sondern ein Sport, den ich sogar ganz nett finde, auch wenn ein ganzes Spiel irgendwie langatmig werden kann. Dann ist Washington D.C. auch nicht weit weg und Philadelphia ist quasi direkt um die Ecke, heisst also, dass wir viel vorhaben. Ich werde berichten.

Arbeitstechnisch laeuft es eigentlich ganz gut, ich habe nun eine wichtige Entscheidung getroffen, die fuer mich bedeutet, dass ich mit grosser (Achtung, es ist noch nichts definitiv entschieden) laenger hier bleiben werde, und zwar bis zum naechsten Maerz. Allerdings wuerde ich im Oktober heim kommen. Details werde ich berichten, sobald ich sie selber habe. Es drueckt sehr der Schuh, weil ich mich um ein weiteres Urlaubssemster kuemmern muss und hier noch nichts Schriftliches vorliegt…

Und sonst…? waren wir gestern auf einer High School Graduation Party von der Tochter eines Arbeitskollegens und auch wenn die alle ziemlich jung waren, war es ein lustiger Abend. Am Freitag habe ich eine Burgerbude namens “Five Guys” fuer mich entdeckt. Ich wiege derzeit Deutschland+10lbs. (4Kg), bin mir der Tatsache bewusst und mache weiterhin meine Liegestuetze abends…

Kommende Woche gibt es schon diverese Ideen fuer die Abendplanung, u.a. Kino, Doener Kebab essen (!!!), angeblich gibt es in Manhattan einen Stand, der authentisch ist und nach fast 4 Monaten ist man bereit einen solchen Weg auf sich zu nehmen, Samstag bin ich dann auf einer Verantstaltung von der ich eigentlich erst berichten kann, wenn ich da war, weil ich selber noch keinen Schimmer habe, was da eigentlich passiert und Sonntag bin ich dann auf dem Weg zum Flughafen um meinem Bruder beim Kultuschock seinens Lebens beizustehen :)

Das wars! Achso zwei Sachen am Rande: XM Radio (Satellitenradio) und “The Hangover” (Film) sind ziemlich cool.

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Jun 7 2009

Im Westen nichts Neues

Naja, “nichts” ist untertrieben, aber es passt schon trotzdem irgendwie. Zur Zeit habe ich nicht viel zu berichten. Ich habe einen Unfall gehabt, aber ich habe keine Lust mehr darueber zu schreiben, weil ich es schon 10 Millionen mal erzaehlt habe. Unterm Strich zaehlt nur, dass ich jetzt ein neues Auto habe und, dass die “Thug Jazz” CD, die mir meine Chefin, Shelley, uebers Wochenende ausgeborgt hat, jetzt in dem scheiss CD Player steckt und nicht abgespielt wird. Schlimmer aber noch, sie kommt auch nicht mehr raus. Das heisst, ich hoere keinen Thug Jazz und Shelley wohl auch nicht mehr. Ja, das sind so meine aktuellen Probleme.

In der Arbeit und ueberhaupt mit dem ganzen Leben hier kehrt langsam Routine ein. Ich gewoehne mich tatsaechlich an 40 Stunden Arbeit die Woche. Und – oh Freude – sogar mehr Stunden…  Wenn ich wieder an die Uni gehe, wird mir das wie Urlaub vorkommen. Oh Urlaub… das waere jetzt mal was..  Allen, die glauben das waere hier wie Urlaub, sei gesagt: nein, es ist hier nicht wie im Urlaub. Es ist hier viel mehr wie im echten Leben. (Damit meine ich das Leben nach der Uni.) In ein paar Wochen kommt mein Bruder vorbei, worauf ich mich wirklich schon sehr freue. Wird schoen mal wieder ein vertrautes Gesicht zu sehen und v.a. mal abzuschalten. Die Wochenenden sind entschieden zu kurz und Feiertage sind hier auch sehr selten.

Und langsam, denke ich, bin ich auch in der Lage mir ein gutes Bild von Amerika, oder zumindest New Jersey/New York, machen zu koennen. Ja, wer hier zum Sozialfall wird hat ausgeschissen. Hier gibt es die abgefucktesten Menschen, die ich jemals in meinem Leben gesehen habe. Gleichzeitig gibt es hier aber die schoenstens Haeuser, die ich jemals gesehen habe und die sind nicht unbedingt von Millionaeren bewohnt. Hier ist ein schoenes Leben einfacher zu erreichen, ein schlechtes aber auch.

Nun, nach der Uni wuerde ich mich, trotz Wirtschaftskrise, nicht gerade zu denen zaehlen, die um einen Job bangen muessen. Warum also nicht hier her zurueck, wenn die Zeit dann kommt?  Mir gefaellt es auch jetzt, wo Routine da ist und ich nicht jede Woche was Neues zu berichten habe, immer noch gut. Uebrigens gibt es auch an der Greencard Front noch nicht viel Neues. Am Dienstag habe ich einen Termin beim “U.S. Citizenship and Immigration Office” 100_4222und die werden mir dann hoffentlich sagen koennen, wie lange es dauert bis aus meinem Wisch vom State Department eine Green Card wird. Dazwischen liegen Arzttermine, polizeiliche Fuehrungszeugnisse und nicht zuletzt $1000 Gebuehren, die auf mich zukommen. Es bleibt also spannend und ich bleibe pleite.

Immerhin reicht mein Geld noch fuers Tanken und zum sonntaeglichen Minigolf. Dabei kann man die Sorgen alle etwas vergessen. Marco und ich sind stark am Ueberlegen ob wir nicht einfach jeden Sonntag zum Golf gehen, so wie viele, viele amerikanische Maenner. Mal sehen… Ich melde mich, wenn es wieder was Neues gibt ;)

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May 21 2009

The American Dream.

image Vergangenes Wochenende bin ich nach Pittsburgh gefahren. Pittsburgh ist etwa 350 Meilen von Matawan entfernt und der Trip dauert, je nach Verkehr, 5-6 Stunden. Es war interessant, allein schon wegen der Fahrt an sich. Sobald man aus dem Ballungszentrum raus kam und mal richtig auf dem Land war, war diese USA eine voellig andere. Im Radio kam nur Country Musik und ueberhaupt war alles so unberuehrt. Nur Wald. Keine Felder. Klar, ein paar Farms hier und da, von weitem konnte man ein paar Silus sehen, aber im Endeffekt bin ich mindestes 3 Stunden im Nirgendwo gewesen. Die Leute, die da am Steuer waren, waren nicht mit Textnachrichten auf dem Handy beschaeftigt, Empfang gab es naemlich nicht abdeckend.

Wo es sich nicht lohnte einen Tunnel in den Berg zu bohren, hat man eben eine Schlucht rein gesprengt. In diesem Land ist viel Platz. Alles ist sehr weitraeumig, breit, gross. So ist es die USA, die man sich eigentlich vorstellt, wenn man nicht gerade an New York oder Hollywood denkt. Ich mag diese USA, auch wenn ich nicht gerade da wohnen wollen wuerde.

In Pittsburgh angekommen (es war Freitag, 12 Uhr nachts), sind wir noch auf die Piste, Bars und 80s Party. Gegen 5.30 Uhr war ich im Bett und habe mich kurz vor dem Einschlafen noch gefragt, wie ich das eigentlich gemacht habe 23 Stunden durchzumachen.

Am naechsten Tag sind wir in das Hofbraeuhaus Pittsburgh. Wow. Wie daheim. Eine “bayrische” Band spielte, ich glaube der Name war sowas wie “Bavarian Brats” oder so. Das war nicht ganz echt, aber es hat gereicht die Leute auf den Bierbaenken tanzen zu lassen. Die Bierbaenke waren uebirgens Made in Germany, genauso wie das Weissbier. Das HB Pittsburgh sieht uebrigens so aus die das Echte in Muenchen und es gibt hinten noch einen wunderschoenen Biergarten. Die Karte ist auf Deutsch (mit Uebersetzungen) und es werden unter Anderem frische Brezn und Haendl serviert. Die Preise sind uebrigens auch sehr authentisch. Leider habe ich kein Foto, allerdings hat das HB eine wunderbare Website, auf der man sich von der Existenz dieser deutschen Insel mitten in Pittsburgh ueberzeugen kann. Ich kam und habe nicht viel erwartet, aber das hat mich echt umgehauen. Bilder von Pittsburgh gibt es uebrigens hier zu sehen!

Am Sonntag folgte dann ein langer Weg zurueck. Der Wichtigste Punkt bei der Rueckfahrt war, dass man sich gut die Abfahrten merken sollte, sonst lozt einen das beschissene GPS viel weiter die Mautstrecke runter und man zahlt $22 Maut, statt $12, wie auf dem Hinweg.

Und dann ging die Arbeitswoche wieder los. Aber es war anders als sonst. Dieser Montag war einfach anders. Wer mich kennt, der weiss ja, dass ich nicht ohne Grund in den USA bin. Ich hatte schon immer diesen “amerikanischen Traum”. Aber wer die USA kennt, weiss auch, dass die USA diesen Traum nicht unbedingt gerne mit jedem teilt und ein Aufenthalt in den USA, der laenger als 90 Tage ist, ist nicht so einfach. Wer dazu noch arbeiten will, sollte sich schon mal auf mehrere Seiten Papierkrieg einstellen. Um so seltsamer, dass mich an diesem Montag, nach 5 jaehrigem Warten folgende Email erreichte..

Sehr geehrter Herr Utess,
wir können Ihnen heute eine sehr erfreuliche Mitteilung machen!
SIE HABEN IN DER GREENCARD-LOTTERIE DV-2010 GEWONNEN !!
Die entsprechenden Unterlagen sind gerade bei uns eingetroffen und werden in den nächsten Tagen an Sie weitergeleitet. Es handelt sich um einen DIN A 4 Umschlag, den Sie spätestens Ende nächster Woche in Ihrem Briefkasten finden sollten.

[…]

Ganz recht, ich darf ein Amerikaner werden. Naja, oder zumindest hier ohne Problem ein- u. ausreisen so oft und so lang ich will. Und arbeiten! Was ich nun genau damit anstelle ist natuerlich noch sehr ungewiss. Fest steht natuerlich, dass ich wieder nach Deutschland komme, studieren muss ich ja auch noch fertig und weiter steht fest, dass die US-Behoerden innerhalb von 3-5 Jahren eine Entscheidung fuer oder gegen USA von mir erwarten. Bis dahin sollte ich alle 1-2 Jahre dort auftauchen, damit die Behoerden sicherstellen koennen, dass ich und mein Vorhaben in die USA zu gehen nicht irgendwo verschuett’ gehen.

Aber 5 Jahre ist viel Zeit, ausserdem habe ich ja derzeit schon einen laengerfristen USA Aufenhalt, was sogar zaehlen koennte, sodass ich direkt einen amerikanischen Pass bekommen kann. Natuerlich muss ich noch viel Dokumente lesen, mit Sicherheit noch mehr, als ich voher fuer mein aktuelles Visum musste. Aber was ich gelesen habe ist, dass man wohl einen amerikanischen Pass bekommen kann, ohne, dass man die deutsche Staatsbuergerschaft dazu aufgeben muesste. Aber das ist wohl mit einigen Behoerdengaengen in Deutschland verbunden, die ich nicht machen kann. Es ist also alles etwas kompliziert…

Wichtig ist erstmal nur, dass ich dem amerikanischen Traum in dieser Woche einen riesen Schritt naeher gekommen bin. Ich kann aber allen versichern, dass ich a) noch nicht recht realisiert habe, was das fuer mich alles bedeuten kann und b) es zu diesem Zeitpunkt Quatsche waere sich ernsthaft Gedanken darueber zu machen. Ich sehe viel mehr, den ganzen Kosulate-besuchen-und-Formulare-ausfuellen-Quatsch. Wie man liest, kommt auch eine aertzliche Evaluation auf mich zu.

Liebe Leser, seid gespannt. Ich bin es noch viel mehr und halte euch auf dem Laufenden!

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