Nein, nicht Weihnachten. Auch nicht “Year-End Clearance Save Event“. Es ist wieder Zeit zu lernen. Am schlimmsten ist es im Monat Januar. Dieser Januar ist besonders anstrengend. Momentan stürzt ein echter Wust an Response Papers, Referaten, Handouts und Klausurstoff auf mich ein. Letzten Mittwoch z.B. musste ich ein Response Paper zum Thema “Situationismus” schreiben. Das Thema ist an sich ja schon sehr langweilig, aber die Texte dazu übertreffen die Thematik noch mal um einiges… Im Wesentlichen waren die Situationisten 40 französische Freaks. Die Tatsache, dass beim tippen des Wortes “Situationisten” gerade die Rechtschreibekorrektur angesprungen ist, spricht nicht gerade für den Bekanntheitsgrad. Und wer mal auf Wikipedia nach den Situationisten schaut, wird schnell feststellen, dass ich Recht habe.
Jedenfalls habe ich also mit einer entsprechenden Begeisterung dieses Response Paper geschrieben. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich am kränkeln war und es mir echt dreckig ging. Ich bin auch momentan noch auf Antibiotika, also es war wirklich blöd den Tag. Aber ich hatte ja was zu tun… Ich will nicht alles zum Besten geben, aber hier meine drei Lieblingsstellen:
“Der Text von Simon Ford behandelt zum einen die Schriften / Bücher der Begründer der Situationistischen Internationalen, Guy Debord und Raoul Vaneigem, und geht im weiteren Verlauf auf die Rolle der SI im Mai 1968 in Frankreich hatte.”
“Größere Bedeutung erlangte die SI allerdings im Mai 68, bei dem die SI mithilfe anderer studentischer Vereinigungen, z.B. den “enragés” die Sorbonne Universität zu besetzen und im weiteren Verlaufe des Mais nahezu einen Generalstreik in Frankreich auszulösen.”
“Desweiteren unterstützte nicht auch die Gewerkschaft die SI.”
Man beachte, dass es sich hier im ‚ganze’ Sätze handelt. Jedenfalls steht’s so im Response Paper. In meiner Mail, in der ich dieses Prachtstück deutscher Sprachkultur an die Dozentin geschickt habe schrieb ich ironischerweise noch “Besser spät als nie” – ein diesem Fall wäre ‚nie’ vermutlich doch besser gewesen…
Jetzt geht es mir wieder besser, aber statt zu lernen spiele ich lieber PoP oder noch viel besser das Finger im Po – Spiel.
Großartig, liebe Leute. Aber so ist es halt, im Januar…