Das ist mal ein Browser…

September 28th, 2008
apple, tech news, totally uncategorized

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Nach dem ganzen Gerede um den besten Browser , einigen Produktlaunches (ja, es ist tatsächlich die Rede von Google Chrome, einem brauchen und gleichzeitig wieder absolut unbrauchbaren Browser) und nachdem ich diesen Typen im Zug gesehen habe, der tatsächlich auf seinem Windows Vista Notebook den Internet Explorer 7 benutzt, habe ich mir gedacht, dass es mal an der Zeit ist einen guten, neuen Browser vorzustellen: KidZui - den Internet-Browser für Kids. Das ist er jedenfalls laut seinen Entwicklern.

Und natürlich habe ich, als ich diesen grandiosen Browser auf der Downloadseite von Apple gefunden habe, wo dieses Gerät tatsächlich Platz 9 der Top 10 Downloads (übrigens ganz knapp hinter Firefox 3) einnimmt, diesen sofort mal runtergeladen und angeworfen. Und da kommt’s gleich: Ein “Please enter your parent’s email address, if you don’t know what to do, ask your parents!” schallt mir entgegen. Gleich zieht man sie ab, die Kinder, und die Eltern gleich noch dazu. Aber wofür gibt es Bugmenot ? - eben. Und dann geht der Surfspaß auch direkt los. Naja, ein Profil muss ich noch anlegen und angeben wie alt ich bin: Altersspanne ist übrigens von 3 - 16 Jahren. Ich war mal 4.

Hier wird was geboten…

KidZui bietet für die 3-jährigen so Einiges. Man sollte ja bedenken, dass ein Kind von diesem Alter nicht lesen oder schreiben kann. Also eigentlich wäre das mit dem Internet Quatsch und das Kind könnte ja stattdessen Fahrradfahren lernen oder so. Aber dem haben die Entwickler von KidZui mal entgegengewirkt. Es gibt nämlich eine Startseite mit allen tollen Kinderseiten, da muss der junge User nur auf ein buntes Bildchen klicken und schon kommt er auf anspruchsvolle Websites, wie z.b. das “Dress Elmo for Fall” - Game von der Sesame Straße. Auch dort ist man fit: um das Spiel zu gewinnen muss man auf eine beliebige Taste drücken. Tja, so schnell kommt man im Internet - auch als 3-jähriger - an Erfolgserlebnisse. Doch genung gespielt: ich teste das eingebaute Videoportal. Das ist von YouTube, mit den besten Videos für Kids: Lieder von Hanna Montana und dem High School Musical sind dabei - ja wenn das kein Grund ist bei dem schönen Wetter drin zu bleiben!

KidZui und der Ernst des Lebens

Nach einer Weile wurde es mir dann zu fröhlich und ich wollte mal sehen, was der KidZui mir so an Nachrichten zu bieten hat, schließlich ist das mit der Finanzkrise in den USA etwas, von dem auch ein 3-jähriger was haben wird. Ich tippe also “www.nytimes.com” ein, denn diese Seite ist nicht in den Bookmarks, was ich im Übrigen sehr bedauerte. Und hier stößt KidZui das erste mal ein Warnsignal aus! Die Seiten der New York Times sind gesperrt! Oh nein! Das ging aber leider nicht mal im Eltern-Modus abzuschalten. Verflixte Axt. Ich begebe mich also auf die Suche, ob es noch ein paar Websites gibt, die verboten sind. Dabei habe ich aber milde angefangen, nicht etwa bei dem von Saskia empfohlenen Vulva-Projekt. Apple.com habe ich besucht - ging. Und dann noch die Website Microsoft. Und dann ist es passiert: nichts. Der Browser ist so konzipiert, dass die Kinder nichts an Papa’s teurerem Mac kaputt machen können (außer natürlich die Tastatur, wenn man Elmo anzieht) und so kommt es, dass der Browser nicht zugeklickt werden kann, wenn er abstürzt. Miese Sache. Außerdem ist es bemerkenswert, dass der Browser ausgerechnet auf der Seite von Microsoft abstürzt (vielleicht sind die sauer, dass es KidZui nur für die Konkurrenz gibt?).

Juerg’s Buying Advice

Naja - zum Glück ist er kostenlos. Wobei, die Emailadresse von Mama und Papa wird schon irgendwer in Nigeria bekommen, damit Papa weiterhin günstige Viagra und Angebote zur Penisvergrößerung bequem per Email erhält. Insgesamt ist der Browser eigentlich eine gute Idee, auch wenn draußen Spielen vielleicht eine bessere wäre. Die Grafik ist so bunt, dass die Augen nach 5 Minuten beginnen zu schmerzen, aber das ist sicherlich nur Gewöhnungssache. New York Times online lesen wird nicht klappen und wäre selbst dann kein Spaß, die Auflösung ist - mit Verlaub - übel. Dazu kommt das Problem, dass KidZui nach geschlagenen 4 Minuten surfen den Geist aufgegeben hat (fast so, wie es der gute alte Internet Explorer tun würde). Zusammenfassend kann man sagen, dass es mal wieder ein Produkt für einen “Kundenkreis” ist, der eigentlich nicht vor den Computer gehört; und deswegen ist KidZui genauso bescheuert, wie er hier im Bild aussieht.

An die Macher von sesamestreet.org sei gesagt: dümmer geht’s nümmer - schon mal was von Lernspielen gehört?

Kleines Update: Wie ich gerade festgestellt habe, gibt es KidZui auch für Windows - naja, dann viel Spaß beim Ausprobieren ;)


Too good to be true…

August 20th, 2008
apple, diary of a journey, news, totally uncategorized

imageWas mir heute passiert ist, geht weit über das hinaus, was ich jemals im Internet erlebt habe. Und ich halte mich eigentlich für einen sehr erfahrenen Nutzer. Aber fangen wir einfach von Vorne an. Vorher möchte ich allerdings klarstellen, dass alle Namen usw. geändert sind um die laufenden Ermittlungen nicht zu behindern - und das ist kein Scheiß, leider.

Vor unserem Urlaub auf Sardinien haben Aless und ich nach einem günstigen, gebrauchten MacBook geschaut. Auf EBay, im Facebook und auch auf craigslist.org. Auf letzter Seite wurden wir dann fündig: ein MacBook mit einem tollen Prozessor, viel Speicher, nicht alt und das Beste: ganz günstig. Vor allem in Dollar und da wir alle wissen, dass wir für $100 mittlerweile nur noch eine Packung Kaugummi bekommen (das ist übertrieben, ich weiß), habe ich eben einfach mal eine Mail geschrieben und zwar an Betty. Diese hatte mir während unseres Urlaubs schon geantwortet, was ich nicht gesehen habe, weil wir keine Mail lesen können, im Urlaub. Dementsprechend war ich sehr erfreut zu sehen, dass das MacBook noch verfügbar war, als ich ihr nach dem Urlaub schrieb. Sie hat mir auch noch mal Bilder geschickt und noch mal alles bestätigt. Dann hat sie mir die Seite eines bekannten Logistikunternehmens gezeigt, die speziell für Internetkäufe eine sichere und einfache Abwicklungslösung anbieten. Zwar hatte er erste Link nicht gleich das gezeigt, was sie mir beschrieben hatte, aber sie hat innerhalb von nur ein paar Minuten gleich den genauen geschickt. Prima dachte ich: ziemlich seriös, sie war sehr nett und überhaupt klang alles toll. Ich konnte mir nur nicht erklären, warum jemand für nicht mal €300 so ein MacBook loswerden will. Was soll’s, dachte ich mir, solange ich’s bekomme…

Dann habe ich auch schnell eine Mail von dem Logistik Unternehmen bekommen in der Aless’ und meine Adresse bestätigt wurden (das Paket sollte zu Aless) und wie die Zahlung erfolgen sollte. Auch unkompliziert: bin ich zur Post und habe dort einen Geldversand veranlasst und dem Logistiker die Transaktionsnummer zukommen lassen. Einen Tag drauf hatte ich die Bestätigung. Nun musste ich nur noch auf Montag warten…

Und dann kam Montag, ein MacBook kam nicht. Ist aber nicht so schlimm, Wochenende war ja dazwischen, dachte ich. Dienstag: nichts. Mittwoch: nun war ich etwas stutzig, sollte doch eigentlich seit zwei Tagen da sein? Die Aless wurde mittlerweile auch etwas skeptisch und hat dann doch mal gegoogled. Tatsächlich stand da was von “Scam” bei der Emailadresse. Wir sind nervös geworden, ich sofort von der Arbeit heim und Aless hat ein bisschen weitergeforscht. Das scheint wohl die Methode zu sein… über dritte Geld klauen… Dann haben wir die Mails noch mal angeschaut und tatsächlich: alle Grafiken des Logistikers waren noch von dessen Servern, sondern von einem Bildhoster. Das war Beweis genug. Die Bank angerufen: das Geld wurde schon abgeholt, Rückholen nicht möglich. Meine einzige Möglichkeit sei die Polizei, weil man zum Abholen des Geldes einen Ausweis vorlegen müsse.

Und das haben wir auch getan, zur Polizei sind wir. Und die haben mir das dann erklärt: wird alles weitergeleitet, erst ans BKA, dann an Interpol und dann wird in England nachgeforscht, da kommt Betty nämlich anscheinend her.

Die Website und Emailadressen? Alles Fake. Registriert sind diese auf Privatpersonen in den USA. Interpol? Leider klingt Interpol zwar toll, aber das bedeutet  nicht, dass James Bond persönlich mir meine €300 wieder holt, sondern, dass es vermutlich ewig dauert, bis da mal was kommt.

Aber ich werde mein bestes tun. Das FBI hat eine Plattform für solche Sachen eingerichtet, da habe ich den Fall nun auch gemeldet. Mit anderen Worten: ich habe das FBI und Interpol an der Sache dran. Aber irgendwie klingt das vermutlich toller als es ist, auch wenn es tatsächlich der Fall ist. Man bekommt also eine Menge geboten, für seine €300, aber ob mir das hilft die Kohle zurück zu bekommen zweifel ich stark an.

Was bleibt, ist ein Loch im Geldbeutel, die Wut, die Fassungslosigkeit (ich meine sowas passiert irgendwelchen Deppen, aber ich?! - Ich halte mich für sehr versiert in solchen Sachen, aber muss mit Schrecken feststellen, dass ich das wohl nicht so sehr bin) und die Hoffnung. Am Ende bleibt davon aber vermutlich nur eine extrem teure Lehre und die Erkenntnis bei Internetkäufen generell skeptisch zu sein, egal wie nett der Gegenüber sein mag.

Für mehr Infos zum Thema kann ich euch lookstoogoodtobetrue.com empfehlen, eine Seite gesponsert von vielen Stellen. Für mich kommt das alles aber zu spät :(


Ich hab’s gewusst….

April 25th, 2008
apple, tech news, totally uncategorized

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The wait for refreshed iMacs could be over before the end of April, according to a rumor circulated Thursday by Geeksugar.
The female technology site refers to “Apple tipsters” who say the update is due next week and will most likely appear on Tuesday, as with most Apple updates. While short on details, the news outlet adds that the sources correctly identified this year’s MacBook revision a day before it appeared and also says that processor speeds and hard drive upgrades are the primary candidates for improvement.
Apple is known to be developing a Penryn-based refresh of both the iMac and its Mac mini cousin for the spring, delivering the cooler-running and faster processors to systems that haven’t been updated since August of 2007.

Source appleinsider.com

Jaja, diese Apple Typen… einen Monat ist mein schöner Mac alt und schon nächste Woche nicht mehr state-of-the-art. Aber damit kann ich leben, auch wenn mir das keiner glaubt.

Nachtrag: Alles halb so wild. Apple behauptet zwar, dass es der über-Mac wäre, was es sicher ist. Aber das Modell, das ich besitze hat im neusten Update lediglich ein Prozessorupdate bekommen (von 2,4 Ghz auf 2,66Ghz) und es hat 1 statt 2 GB RAM. Das heißt ich kanns durchaus verschmerzen, somal ja jeder weiß, dass ich 4 GB RAM hab :mrgreen: